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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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03. Februar 2026

Weltgesundheitsorganisation (WHO) verurteilt Unterdrückung im Iran

Die Grausamkeit des Regimes im Iran macht auch vor Krankenhäusern, Ärzten und verletzten Patienten nicht Halt. Die Weltgesundheitsorganisation und der Weltärztebund protestieren: "Diese Praktiken stellen schwerwiegende Verstöße gegen die ethischen Grundprinzipien unseres Berufsstandes sowie gegen grundlegende Menschenrechte dar."

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Angriffe von Regime-Truppen auf Krankenhäuser und Ärzte im Iran verurteilt. Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte sich auf der Plattform X besorgt über neue Berichte, nach denen Gesundheitspersonal angegriffen und Ärzte verhaftet wurden, während sie verletzte Demonstranten behandelten. Der WHO-Generaldirektor forderte die Freilassung aller inhaftierten Gesundheitsfachkräfte im Iran. Gesundheitspersonal dürfe niemals Einschüchterungen ausgesetzt sein. 

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Dr. Ameneh Soleimani (Bild) aus der nordiranischen Stadt Ardabil gehört zu den Ärztinnen, die verhaftet wurden, weil sie verletzte Demonstranten behandelten.

Die WHO hat bestätigt, dass verletzte Demonstranten von Regime-Truppen aus Krankenhäusern geholt und abgeführt wurden. So wurde das Khomeini-Krankenhaus in der westiranischen Stadt Ilam Anfang Januar angegriffen. Nach der Einlieferung von Verletzten in das Krankenhaus kam es innerhalb und außerhalb der Einrichtung zu Gewalttätigkeiten gegen das medizinische Personal und die Patienten. Die medizinische Versorgung wurde unterbrochen.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden in den vergangenen Wochen mehrere Gesundheitseinrichtungen im Iran beschädigt und mehr als 50 Rettungssanitäter verletzt. Auch im Sina-Krankenhaus in Teheran wurde Berichten zufolge Tränengas eingesetzt. 

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Auch der Weltärztebund (WMA) hat in einem offenen Brief die Freilassung aller Mediziner und ein Ende der Gewalt im Iran gefordert. „Diese Praktiken stellen schwerwiegende Verstöße gegen die ethischen Grundprinzipien unseres Berufsstandes sowie gegen grundlegende Menschenrechte dar“, sagte WMA-Präsidentin Jacqueline Kitulu. Ärzte müssten ihre Aufgaben ohne Behinderung, Einmischung oder Angst vor Repressalien ausüben können.

Der Weltärztebund beruft sich auf Berichte aus den Provinzen Isfahan und Shahar Mahal und Bakhtiari. Auch dort haben Einsatzkräfte des Regimes verletzte Demonstranten innerhalb von Krankenhäusern festgenommen. Das Klinikpersonal wurde außerdem angewiesen, Patienten mit Schussverletzungen zu melden. Wer die Anweisung nicht befolgt, wird der Strafverfolgung oder anderer Repressalien ausgesetzt.

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Der Weltärztebund weist darauf hin, dass der Chirurg Dr. Alizera Golchini (Bild) zu den medizinischen Fachkräften gehört, deren Leben derzeit in Gefahr ist, nur weil sie ihre medizinische Tätigkeit ethisch ausüben und sich bemühen, Leben zu retten. 

Medienberichten zufolge wurde Alireza Golchini von der Regime-Justiz wegen „Krieg gegen Gott“ angeklagt, was mit der Todesstrafe geahndet werden kann. Der Chirurg wurde am 10. Januar in seinem Wohnhaus in der zentraliranischen Stadt Ghazvin vor den Augen seiner Frau und seines 11-jährigen Sohnes gewaltsam festgenommen. Bei der Festnahme schlugen Gardisten ihn so brutal, dass sie ihm den Arm und Rippen brachen, bevor sie ihn aus seinem Haus zerrten. Einige Tage vor seiner Verhaftung hatte Golchini eine Nachricht in den sozialen Medien gepostet, in der er seine Telefonnummer teilte und seine Bereitschaft erklärte, verletzte Demonstranten zu behandeln.

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